Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von Rezensionen zu meinen Konzerten.
Harzkurier, 2005 (Konzert in Herzberg)
Ein großer Klangzauberer am Klavier
Prof. Manfred Reuthe spielte im Rittersaal in Herzberg
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Bei Beethovens Sonate "Les Adieux" zeigte Prof. Reuthe, wie dieses Lebewohl mit all seinen kraft- und schmerzvollen, aber auch stillen und friedlichen Passagen das Stück durchzieht. Und dann gab es Franz Liszt, vier Paganini-Etüden. Reuthe zeigte all die energische Aktivität, aber auch die zarten Farben, insgesamt die Breite der klanglichen Palette.
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Rhein-Neckar-Zeitung, 2005 (Konzert in Heidelberg)
Verführerischer Tastenzauber
Manfred Reuthe und Margaret Mills bei der Heidelberger Klavierwoche
Von Klaus Roß
Wer Klaviermusik in aussergewöhnlicher Vielfalt erleben will, kommt bei der in Kooperation von DIA und Jahrhundertwende-Gesellschaft veranstalteten Heidelberger Klavierwoche voll auf seine Kosten. Die Mischung aus interessanten Nachwuchstalenten und profilierten Tastenroutiniers ist stimmig, der Anteil an Raritäten so hoch wie sonst nirgends. Den Berliner Pianisten hatte man bei seinem Klavierwochendebüt vor zwei Jahren als sensiblen Debussy- und Ravel-Spezialisten kennen gelernt. Diesmal setzte der einstige Preisträger des Warschauer Chopin-Wettbewerbes vor allem in Sachen Liszt beeindruckende Akzente. Schon die Wiedergabe des Tryptichons "Venezia e Napoli" offenbarte eine expressive Verfeinerungskunst, wie man sie bei Interpreten dieses Komponisten nur sehr selten findet.
Wunderbar insbesondere Reuthes Sinn für agogische Nuancen, kantable Fiorituren und virtuose Steigerungen, Seine Deutung der h-moll-Sonate brachte die dramatischen und lyrischen Elemente des Werkes in bestechend ausgewogene Balance.
Ähnliches gestalterisches Format bezeugten die beiden Raritäten des Abends: Chopins "Grande Polonaise brillante" Es-dur opus 22 und Milhauds zwölfteiliger Samba-Zyklus "Saudades do Brazil" opus 67: ein pikanter folkloristischer Reigen, den Reuthe mit Noblesse zelebrierte. Er verabschiedete sich mit Zugaben von Liszt und Chopin.
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Heilbronner Stimme, 2005 (Konzert in Rappenau)
Chopin zwischen Noblesse und Schwermut
Von Traudl Stocker
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Die Balladen Chopins basieren auf litauischen Sagen. In der vierten, einem Andante con moto in f-moll opus 52 (1842), ist die Verbindung von Chopins Musik zur Textvorlage kaum erkennbar. Was an dieser Ballade so fesselte, war einzig Reuthes pianistische Gestaltung. Sein vollgriffiger Fingersatz arbeitete Kontraste zwischen elegischen Textstellen und stürmischer Deklamation von Arpeggien und Akkordfolgen gekonnt heraus.
Fränkischer Tag Kronach, 2004 (Konzert in Wasserschloss Mitwitz)
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Die Soiree im romantischen Ambiente des Weißen Saales im Wasserschloss begeisterte am Sonntag die Zuhörer. Der grazil und sympathisch auftretende Künstler hatte schon nach dem Auftakt mit der 4. Ballade f-moll op.52 von Frederic Chopin (1810-1849) die Zuhörer und Zuschauer in seinen Bann gezogen. Nicht nur der Klang der Musik, sondern auch die Virtuosität der Leichtigkeit von Händen und Fingern, wie sie auf der Tastatur ihren Weg nahmen, waren eindrucksvoll und eben auch sehenswert.
Neue Presse Kronach, 2004 (Konzert in Wasserschloss Mitwitz)
Mitwitzer Schlosskonzert mit Manfred Reuthe
Exotischer Klangzauber
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In seinen Werken "Sonatine in fis (1905)" und "Le Tombeau de Couperin (1917)" zeigt Ravel seine Verbundenheit zu Francois Couperin (1668-1733) und die Wiederbelebung der alten barocken Formen der Tanzweisen, die Rückkehr zur "absoluten Musik". In glockenreinen Harmonien erklingen als in Form gebrachte Impressionen Menuette, Fugen, Toccata, heiter und mit einer positiven Grundhaltung, perlend feenhaft und wohl gefügt gregorianisch. Lebhafte Scherzi wechseln sich mit höfisch galanten Melodien und choralartigen Themen ab.
In der "Toccata" am Schluss von "Tombeau de Couperin" konnte der Solist mit stürmischen Arpeggien, ostinaten Jazzrythmen und leidenschaftlichem Pathos mit höchster technischer Brillanz und Klarheit seine pianistische Virtuosität und Ausnahmestellung erneut unter Beweis stellen.
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Rhein-Neckar-Zeitung, 2003 (Konzert in Heidelberg)
Delikatessen am Grabstein
Manfred Reuthe bei der Heidelberger Klavierwoche im DAI
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Gestalterische Eleganz und farbliche Raffinesse feierten ein Fest in der Ravel-Deutung des Pianisten. In der traumwandlerisch sicher und klangschön modellierten Sonatine ebenso wie in "Le Tombeau de Couperin".
Wunderbar sublimiert und erlesen abgetönt kam diese Musik, in ein delikat rauschendes Farbenband eingeflochten.
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Naumburger Tageblatt, 2003 (Konzert in Naumburg)
(Konzert in der Reihe "Klangzeit Naumburg")
Glanzvoller Chopin-Abend
Manfred Reuthe begeisterte sein Publikum
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Er überraschte vor der Pause besonders mit der außerordentlich gefühlvoll, aber dennoch nicht süßlich, sondern kräftig interpretierten Barcarolle Fis-Dur op. 60, in der man Venedig und die Gondeln nahezu am geistigen Auge vorüberziehen sah. Überaus beeindruckend auch seine Interpretation der Vierten Ballade f-Moll, die die Visionen von einer weiten einsamen Schneelandschaft aufkommen lässt. Den glanzvollen Abschluss vor der Pause setzte der Pianist, mit Andante Spinato e Grande Polonaise op. 22.
Waren die Zuhörer schon nach dem ersten Teil des Konzerts vollkommen von Reuthes Spielweise eingenommen, vermochte er dennoch nach der Pause mit 16 von den insgesamt 24 kleinen Klavierstücken aus Préludes op. 28 noch einen weiteren Höhepunkt anzubieten.
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Märkische Allgemeine, 2002 (Konzert in Potsdam)
Träumereien von Chopin
Pianist Manfred Reuthe im Alten Rathaus
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Doch unter Reuthes Händen ist das cis-moll-Prélude, op.45, mehr als eine "ziemlich stark modulierte Träumerei", wie es Chopin selbst einst sagte. Denn Reuthe gestaltet aus ihm eine phantasievolle Miniatur, die - um mit einem Beethoven-Wort zu sprechen - indes "mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei" in Tönen ist. Diesen Weg geht der gebürtige Berliner ebenso erfolgreich bei den 15 ausgewählten Preludes aus Opus 28. Dass in jedem dieser Stücke zugleich ein Lehrstück für ein pianistisches Problem steckt, merkt man dem Chopin-Altmeister nicht mehr an.
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DIE WELT, 1995 (Konzert in Berlin)
Klaviermusik mit Webers Tanz und Hummels Trillern
Die Kunst der Variation - dieses Motto hätte über dem Klavierabend von Manfred Reuthe, Lehrbeauftragter der HdK und ehemals Gastprofessor in Seoul, am Sonntag im Schloß Friedrichsfelde stehen können. Gleich sechsfach wurde diese musikalische Grundform bedient - von Schumanns umfangreichen "Symphonischen Etüden in Form von Variationen" (1834) mit ihrer Kraft bis zu Alfred Schnittkes "Variationen über einen Akkord" (1966) mit ihren jähen Intervallsprüngen und Einzeltönen.
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Der Tagesspiegel, 1995 (Konzert in Berlin)
Was wirklich Neues
Haus Ungarn: Manfred Reuthe erinnert an Bartóks Berlin-Debüt
Daß Béla Bartóks Karrierestart eng mit Berlin verbunden war, ist so gut wie unbekannt. Am 14. Dezember 1903 gab der 22jährige im Bechstein-Saal seinen ersten Auftritt im Ausland, mit Schumann, Chopin, Liszt und ersten eigenen Klavierstücken. Originell, daß das Haus Ungarn seine Veranstaltungen zum 50. Todestag Bartóks mit einer Erinnerung an dieses Berlin-Debüt beschloß. Manfred Reuthe spielte es nicht einfach nach, sondern kombinierte Werke aus Bartók-Konzerten.
Lippische Landeszeitung, 1994 (Konzert in Detmold)
Berliner Pianist in der Musikhochschule
Mit Überzeugungskraft
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Das virtuose Element entfesselte der Interpret bei Denissows und Lachenmanns Variationszyklen. Während Redels dreisätziger Komposition "Triade" (1984) zeigte sich exemplarisch sein Denken in musikalischen Schichtungen. Dies schien bei den Raumeffekten, die gleichsam dem Vorder-, Mittel- und Hintergrund eines Gemäldes gestaltet wurden, ebenso deutlich wie bei der Exposition der prägnanten thematischen Motivik.
Musikzeitschrift “fm”, 1974 (Konzert in Seoul)
Klavierabend im National-Theater.
Die erste Gruppe, D.Scarletti, in der sich die italienische Helligkeit und Reinheit des 18. Jahrhunderts widerspiegelt, wurde mit zartem Empfinden ausgedrückt. Das so anmutig auf den Tasten gehaltene Zwiegespräch bewies, dass er die Sonaten ganz im Sinne des Komponisten interpretiert hatte. Jedes der gegeneinander anstehenden Stücke wurde durch Triller und den Kontrast der Abstufungen bewundernswert wiedergegeben. In Ravels sechssätzigem Werk, “Le tombeau de Couperin”, gelang es ihm, die französische klassische Stimmung hervorragend zu treffen.
Mainichi Shinbun, 1974 (Konzert in Tokio)
Schönberg-Gedenkkonzert
Schönberg ist für Reuthe kein Spätromantiker. Er demonstrierte uns neue Möglichkeiten der Auslegung. Unter diesem Gesichtspunkt war die Aufführung des letzten Stückes, der Klaviersuite op.25, die komplexeste. Die Interpretation, die die einfachen Tanzrhythmen und komplizierten melodischen Linien zu einer Einheit verschmelzen ließ, hinterließ mir einen erfrischenden Eindruck. -Takashi Funayama-
The Daily News, 1971 (Konzert in Durban / Südafrika)
A special mention for Manfred Reuthe whose brace of Liszt’s pyrotechnics, Ravel’s “Le tombeau de couperin” and his superb, tasteful playing rounded off as perfect a musical experience as one could wish for. I would go further and say that the dizzy heights reached in la campanella was alone well worth the admission money.
Berliner Morgenpost, 1969 (Konzert in Berlin)
Symphonisches Orchester Berlin unter Wolfgang Trommer
Franck: Symphonische Variationen
Reuthe gilt mit Recht seit einigen Jahren als eine der größten Hoffnungen unter Berlins junger Pianisten-Generation. Tatsächlich bekam er das Franck-Klavierkonzert in Variationsform so überzeugend in den Griff, dass man künftig die Erwartungen ruhig noch höher schrauben darf. Mit Brillanz und Klarheit entstaubte er das Werk so gründlich, dass auch auf die Symphoniker der zündende musikalische Funken übersprang.
Kölnische Rundschau, 1959 (Konzert in Köln)
Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-dur
In der überlegenden Beherrschung des technischen, in der feinen Ausarbeitung des Figurenwerks, in der sicheren Anschlagskunst und in der klaren Erfassung des musikalischen Gehalts gemahnt sein Spiel an beste Vorbilder.